Was ein Großbettlinger bei der Bekämpfung von Waldbränden in Spanien erlebt hat

Der Feuerwehrmann Dr. Andre Michele aus Großbettlingen war mit 66 weiteren Feuerwehrleuten aus Deutschland in Spanien im Einsatz. Dort half er, die verheerenden Waldbrände zu bekämpfen. Zurück in Deutschland erzählt er von seinen Erlebnissen während des Einsatzes.

Die deutschen Einsatzkräfte halfen in Spanien bei der Bekämpfung von Waldbränden. (Foto: Privat)

Bereits von weitem zeigte sich, wie gravierend die Lage war: Schon 100 Kilometer vor der Ankunft war der Himmel am Horizont nicht mehr blau, sondern grau vom Rauch. Bei der Ankunft in einem Ort in Galicien spielten sich Szenen ab, die Andre Michele im Gedächtnis bleiben: Die Feuerwehrleute trafen ein, während die Evakuierungsmaßnahmen bereits in vollem Gange waren. Auf einem Dorfplatz standen Reisebusse und Militär-LKWs. „Da waren die Leute versammelt, es wurde geweint und sich verabschiedet“.

Michele erzählt, wie die spanischen Soldaten die Menschen wegbrachten, um sie vor den Waldbränden zu schützen. „Die Leute waren außer sich. Sie hatten Angst, alles zu verlieren, was sie haben“, berichtet Michele. Einige blieben da, weil sie selbst ihre Häuser verteidigen wollten. „Das (menschliche Leid, Anm. d. Red.) zu erleben war für mich das belastendste. Weniger das Feuer, denn wir wissen, was wir können.“

Feuerwehrleute sind in ganz Europa im Einsatz

Dieses Können ist das Ergebnis einer umfangreichen Ausbildung, die die Feuerwehrleute absolviert haben. Andre Michele, der bei der Freiwilligen Feuerwehr Großbettlingen Mitglied ist und zurzeit in Düsseldorf wohnt, ist auch dort bei der Freiwilligen Feuerwehr. Gemeinsam mit weiteren Feuerwehren bilden sie unter der Koordination der Feuerwehr Bonn ein Waldbrandmodul, das europaweit auf Einsätze geschickt werden kann. Mit spezieller Ausrüstung und Trainings sind die Einsatzkräfte für Waldbrände gewappnet.

Am frühen Sonntagmorgen, den 17. August, meldeten die Spanier das Hilfeersuchen an die europäischen Partner, woraufhin sich das Waldbrandmodul in Deutschland zur Verfügung stellte. Nach der Alarmierung bliebt nur noch wenig Zeit bis zur Abfahrt. „Hastig werden dann Listen und Umfragen erstellt: Jetzt geht’s los und wer kann in zwei Stunden mit?“, erzählt Michele. „Viele haben Familien, da muss auch schnell geklärt werden, wie das Kind am nächsten Tag in die Kita kommt.“ Dass ein Einsatz anstehen könnte, war zu erwarten, so Michele. Deshalb konnte er schon vorab planen – sei es die Absprache mit dem Vorgesetzten oder das persönliche Gepäck.

Andre Michele bei seinem Einsatz in Spanien. (Foto: Privat)

Dünnere Kleidung und spezielle Hose

Im Feuerwehrhaus wurden vor der Abfahrt die Fahrzeuge beladen und die Ausrüstung vorbereitet. Die Schutzausrüstung für Waldbrandeinsätze wie in Spanien unterscheidet sich stark von der herkömmlichen für einen Brandeinsatz. Durch dünnere Kleidung und spezielle Helme können sich die Einsatzkräfte schneller und einfacher im unwegsamen Terrain fortbewegen. Geschützt werden die Feuerwehrleute nicht mit schweren Atemschutzgeräten, sondern mit FFP3-Masken, Schutztüchern und Brillen.

Gegen Mittag machten sich die 67 Einsatzkräfte mit 21 Fahrzeugen auf den Weg nach Spanien. Zuerst ging es nach Extremadura, später nach Galicien. Dort angekommen war die deutsche Unterstützung nicht allein für sich, sondern immer Seite an Seite mit den spanischen Helfern im Einsatz. Es wurde sich gegenseitig Wasser geliefert und nebeneinander gelöscht. Michele lobt die gut ausgebildeten Spezialkräfte der Spanier, von deren Fähigkeiten auch die deutschen Einsatzkräfte lernen und profitieren konnten. Viel Arbeit bestand nicht nur im Löschen der Brände, sondern auch im Entfernen der brennbaren Büsche und Sträucher mit Handwerkzeugen, um mit Schneisen die Ausbreitung der Feuer einzudämmen.

An Schneisen wird auf Flammen gewartet

An einer dieser Schneisen stand Andre Michele und wartete mit seinem Team darauf, dass die Flammen bis zu ihnen vordringen, um sie dann dort abzulöschen und das Weiterlaufendes Feuers zu verhindern. „Das wird dann schon ganz gut warm“, meint Michele trocken, auf die Frage, wie es einem neben den meterhohen Flammen geht. „Ständig fliegen Helikopter, die Wasser abwerfen, um die Flammen etwas niederzuschlagen.“ Im genau richtigen Zeitpunkt wurden die Flammen, die dann lediglich noch ein bis zwei Meter statt vier Meter hoch sind, abgelöscht.

Helikopter warfen über den brennenden Wäldern Wasser ab, um die Einsatzkräfte am Boden zu unterstützen. (Foto: Privat)

Eine besondere Herausforderung, mit der die Einsatzkräfte konfrontiert waren, war der ständig wechselnde Wind. Ein Brand mit Gegenwind, der noch mehrere Stunden zur Schneise bräuchte, kann bei drehendem Wind bereits in Minuten die Schneise erreicht haben. „Wir mussten uns daraufhin beeilen und haben es gerade so geschafft, rechtzeitig da zu sein“, erzählt Michele. In manchen Situationen war der Wind auch so unberechenbar und gefährlich, dass Einsätze auch nicht ausgeführt wurden, weil die Gefahr für die Einsatzkräfte durch den Wind zu hoch war. Während der Löscharbeiten mussten die Feuerwehrleute auch darauf achten, dass der Rückzugsweg immer sicher ist, was gerade bei schwierigen Windsituationen komplex sei, so Michele.

Erinnerungen, die im Gedächtnis bleiben

Michele zieht eine durchweg positive Bilanz und zeigt sich sehr zufrieden mit der geleisteten Arbeit. Besonders begeistert haben ihn die Menschen in den Einsatzgebieten, denn die Freude der Bevölkerung bei der Abreise nach dem erfolgreichen Löschen blieb Michele besonders im Gedächtnis. Die Fahrt mit der großen Fahrzeugkolonne „fühlte sich ein bisschen so wie der Rosenmontagszug an“, erzählte Michele. Die Menschen haben gewunken, EU-Fahnen geschwenkt, beim Vorbeifahren gehupt und gejubelt. Den Einsatzkräften wurde Gemüse aus den Gärten und Churros zum Essen vorbeigebracht. Zudem schätzte Michele das Gemeinschaftsgefühl unter den Einsatzkräften. „Auch wenn du nicht die gleiche Sprache sprichst – wir sind doch ein Europa“, meint er.

Auch wenn es in Deutschland derzeit keine großen Waldbrände wie in Spanien gibt,
so nimmt Michele neben eindrucksvollen Erinnerungen aus dem Einsatz auch vor
allem wertvolles Wissen mit nach Hause. In Düsseldorf haben Feuerwehrleute, zu
denen auch Michele zählt, eine Vegetations- und Waldbrandeinheit gegründet, die
von den Praxiserfahrungen in Spanien profitieren kann.

Text: Simon Kotz

Die Freiwillige Feuerwehr Großbettlingen zieht Bilanz

Ein Jahr voller Einsätze, Herausforderungen und gemeinschaftlicher Erfolge liegt hinter
der Freiwilligen Feuerwehr Großbettlingen. Bei der Hauptversammlung am 24. Januar
ließ die Feuerwehr das vergangene Jahr Revue passieren und gab spannende Einblicke
in die Arbeit der Einsatzkräfte.

Einsätze, Ausbildung und neue Herausforderungen

Mit insgesamt 21 Einsätzen bewegte sich die Feuerwehr auf dem Niveau des Vorjahres.
Kommandant Florian Kalmbach betonte in seinem Bericht jedoch, dass der zeitliche Aufwand für die Ehrenamtlichen vor allem durch zunehmende Aufgabenfelder stetig
wachse. Die Einführung neuer Software und die Durchführung der vorgeschriebenen Prüfungen benötige zahlreiche Arbeitsstunden. Besonders die Vorbereitung auf Flächen-
und Großschadenslagen stelle in der Zukunft eine neue Herausforderung dar, die intensive Schulung und Organisation erfordere. Ein wichtiger Meilenstein im vergangenen Jahr war die erfolgreiche Erstellung des Feuerwehrbedarfsplans, der die Zukunftssicherung der Feuerwehr unterstützt.

Erfolge in der Jugendfeuerwehr und starke Nachwuchsarbeit

Auch die Jugendfeuerwehr konnte auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Mit dem ersten Platz beim Kreispokalwettbewerb in der Altersgruppe 15-18 bewiesen die
Jugendlichen ihr Können. Zudem wurden mit Emely Eisele, Kevin Hofacker und Thilo Hanak drei neue Mitglieder willkommen geheißen. Felix Kromer wechselte aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung. Insgesamt engagieren sich derzeit 20 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr.

V.l.n.r.: Bürgermeister Christopher Ott mit den neuen Jugendfeuerwehr-Mitgliedern Emely Eisele,
Kevin Hofacker und Thilo Hanak sowie Kommandant Florian Kalmbach.

Gemeinschaft und Weiterbildung als Grundpfeiler

Neben den Einsätzen legte die Feuerwehr großen Wert auf Aus- und Weiterbildung. Die hohe Motivation der Kameradinnen und Kameraden spiegelte sich in zahlreichen Übungen, Seminaren und Fortbildungen wider. Zum Jahreswechsel zählte die Feuerwehr 49 aktive Mitglieder sowie acht Mitglieder der Altersabteilung.

Wertschätzung durch die Gemeinde

Bürgermeister Christopher Ott hob in seinem Grußwort die immense Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr für die Gemeinde hervor. Besonders lobte er das im vergangenen Jahr ausgearbeitete Konzept zur Mitgliedergewinnung, das langfristig für eine starke und einsatzbereite Feuerwehr sorgt. Auch die hohe Anzahl an feuerwehrbegeisterten Jugendlichen lobte er und dankte dabei den Verantwortlichen für ihr Herzblut.
Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Feuerwehr war die Erstellung des Feuerwehrbedarfsplans. Ott betonte, dass eine gut ausgestattete und
optimal organisierte Feuerwehr essenziell sei. Er dankte der Feuerwehrführung für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit und betonte: „Dieses Konzept lebt.“ Auch die Rolle der Feuerwehr im Gemeindeleben wurde gewürdigt – insbesondere das erfolgreich durchgeführte Schirmfest sei ein herausragendes Beispiel für ihr Engagement.

Ehrungen und Beförderungen

Nach den Entlastungen standen die Ehrungen und Beförderungen im Mittelpunkt des Abends. Für 40 Jahre Feuerwehrdienst wurde Martin Melcher geehrt. Ehrenkommandant Michael Henzler nutzte die Gelegenheit, um mit humorvollen Anekdoten an gemeinsame Erlebnisse zu erinnern und das langjährige Engagement zu würdigen.
Weiterhin wurden Steffen Bauknecht für 25 und Sven Michaelis für 15 Jahre
Feuerwehrdienst geehrt.
Zudem wurden Mareike Brenner zur Feuerwehrfrau und Felix Kromer zum
Feuerwehrmann befördert.

Ehrungen. V.l.n.r.: Bürgermeister Ott, Martin Melcher, Steffen Bauknecht, Sven Michaelis,
Kommandant Kalmbach
Beförderungen. V.l.n.r.: Bürgermeister Ott, Mareike Brenner, Felix Kromer, Kommandant
Kalmbach

Wahlen für Ausschuss und Altersabteilung

Bei den Wahlen wurde Rolf Kühfuß erneut zum Leiter der Altersabteilung bestimmt.
Zudem wurde Dominik Alber als neues Ausschussmitglied gewählt.


Mit einem Blick auf die kommenden Herausforderungen startet die Freiwillige Feuerwehr Großbettlingen motiviert ins neue Jahr.

Ein Jahr voller Veränderungen – Bericht zur Hauptversammlung

Neue Räumlichkeiten, neue Feuerwehrführung, neue Gesichter: Im vergangenen Jahr hat sich einiges geändert.

3537 Stunden wurden im vergangenen Jahr in der Feuerwehr für Einsätze, Übungen und Wartungsdienste aufgebracht. Mit dieser Zahl eröffnete Kommandant Florian Kalmbach am Freitag, 26. Januar 2024, die Hauptversammlung.

In ihren Berichten ließ die 2023 gewählte Feuerwehrführung das Jahr Revue passieren. Auch die Jugend- und Altersabteilung erstatteten Bericht. Vor allem die Einweihung des umgebauten Feuerwehrhauses prägte das vergangene Jahr. Die Feuerwehr verzeichnete mit 23 Einsätzen etwas mehr als in den Jahren davor.

Sowohl die Einsatzabteilung als auch die Jugendfeuerwehr konnten sich über neue Mitglieder freuen. Um auch in Zukunft neue Einsatzkräfte zu gewinnen, sind Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung von großer Bedeutung. Daher zeigte sich Jugendwart Marc Michaelis sehr erfreut, dass im vergangenen Jahr die Zahl der Jugendlichen auf 20 anstieg.

Die neuen Mitglieder der Jugendfeuerwehr mit Bürgermeister Ott (links) und Kommandant Kalmbach (rechts).

Die stellvertretenden Kommandanten berichteten von Veranstaltungen, Übungen und
zahlreichen Fortbildungen sowie Seminaren, an denen die Feuerwehrmitglieder teilnahmen. Der Ausbildungsstand in Großbettlingen sowie die Motivation der Kameraden seien sehr hoch, was sich auch in der hohen Anzahl an aufgebrachten Arbeitsstunden zeige.

Der Einzug in das neue Feuerwehrhaus stelle einen Meilenstein dar, so Bürgermeister
Christopher Ott. In seinem Grußwort dankte er der Feuerwehr für die geleistete Arbeit im
vergangenen Jahr. Dabei hob er auch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den umliegenden Feuerwehren sowie dem Rettungsdienst und der Polizei hervor. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen konnte der Ausbildungsstau, der vor einigen Jahren noch spürbar war, erfolgreich bewältigt werden. Bürgermeister Ott freute sich, dass im vergangenen Jahr neben neuen Feuerwehrmännern auch eine Feuerwehrfrau Teil der Großbettlinger Feuerwehr wurde. Zudem hob er die Einsatzbereitschaft der ehrenamtlich Tätigen hervor. Diese sei nicht selbstverständlich, weshalb die Rahmenbedingungen so gestaltet sein müssten, dass sie ein attraktives Ehrenamt ermöglichen.

Nach der Entlastung der Feuerwehrführung und des Kassiers standen Ehrungen und
Beförderungen im Mittelpunkt. Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde Daniel Michele und für 15 Jahre Philipp Nikoloudis geehrt. Ebenso standen einige Ernennungen und Beförderungen an. So wurde Mareike Brenner zur Feuerwehrfrau auf Probe ernannt. Dominik Alber, Anselm Pascher, Jo Jakob Ruben sowie Dennis Wind wurden zum Feuerwehrmann befördert. Zum Oberlöschmeister wurde Matthias Mack und zum Hauptlöschmeister Daniel Michele befördert.

Beförderungen und Ernennungen: Zwischen Bürgermeister Ott (links) und Kommandant Kalmbach (rechts) stehen Matthias Mack, Jo Jakob Ruben, Dennis Wind, Anselm Pascher und Mareike Brenner (von links).

Ehrenkommandant Michael Henzler nahm anschließend Ehrungen vor, die in Großbettlingen in diesem Jahr Premiere feierten. Die Mitglieder der Altersabteilung wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr geehrt. Es sei außergewöhnlich, dass man sich für so viele Jahrzehnte mit einer Organisation oder einem Verein verbunden zeige, betonte Michael Henzler. So erhielten Gerhard Henzler, Willy Henzler, Emil Kühfuß, Heinz Schmid, Hans Schröder, Roland Hönig, Dietmar Dorfschmid, Bernd Skuthan und Rolf Kühfuß eine Urkunde mit einem Präsentkorb.

Bürgermeister Ott und die Geehrten der Altersabteilung Roland Hönig, Heinz Schmid, Willy Henzler, Hans Schröder sowie Kommandant Kalmbach (von links).

Text und Bilder: S. Kotz

Großbettlingen feiert die Einweihung des Feuerwehrhauses

Nach mehr als einem Jahr Bauarbeiten konnte die Feuerwehr Großbettlingen am vergangenen Sonntag ihr saniertes und umgebautes Feuerwehrhaus einweihen.


Der Gottesdienst am Morgen wurde von allen drei in Großbettlingen ansässigen Kirchengemeinden ökumenisch gestaltet. Er orientierte sich thematisch an der Feuerwehr sowie dem Notruf im Glauben und dem Notruf 112. Egal ob als geografischer Orientierungspunkt, als wichtiger Teil der Sicherheit in der Gemeinde oder als greifbares Beispiel für Mitmenschlichkeit: Die Feuerwehrkameraden und das Feuerwehrhaus spielen eine wichtige Rolle in der Gemeinschaft. Zum Abschluss des Gottesdienstes wurde das Feuerwehrhaus gesegnet. Der Posaunenchor und ein Piano sorgten für die musikalische
Untermalung.

Die anschließende Begrüßungsrede zum offiziellen Festakt hielt Ehrenkommandant Michael Henzler, welcher in diesem Jahr sein Amt an Florian Kalmbach übergab. Er berichtete von den Umstellungen, mit denen die Mannschaft während der Umbauphase konfrontiert war. Die Feuerwehr war bis zum Ende des vergangenen Jahres in anderen Räumlichkeiten untergekommen. Henzler dankte auch seinen Kameraden für die Unterstützung während des Umbaus.

Bürgermeister Christopher Ott gab in seiner Rede Einblicke in die Herausforderungen, die das Projekt während der Planung und Umsetzung offenbarte. Neben Preiserhöhungen durch die weltwirtschaftlichen Umstände sorgte auch die Einhaltung der Brandschutzbestimmungen für Preissteigerungen bei diesem Projekt. Er berichtete von zahlreichen Sitzungen und dankte der Gemeindeverwaltung, dem Gemeinderat sowie der Feuerwehrführung und dem Bauausschuss für die Zusammenarbeit. Doch trotz der Schwierigkeiten bis zur Einweihung war Bürgermeister Ott glücklich gestimmt. Er kam zu dem Fazit, dass der Umbau dringend notwendig gewesen sei. Die Feuerwehr habe nun ein Gebäude, welches sowohl technisch als auch vom Platzangebot optimal ausgestattet sei
und gute Voraussetzungen biete, damit die Feuerwehr auch in Zukunft zuverlässig üben und zu Einsätzen ausrücken könne. Besonders betonte er, dass durch den Umbau auch der Aufnahme von Frauen in die Feuerwehr nichts mehr im Weg stehe. Diese verfügen nun auch über eigene Umkleide- und Duschbereiche.

Nach den Grußworten von Kreisbrandmeister Guido Kenner gab Architekt Afshin Arabzadeh den anwesenden Gästen einen Überblick über die erfolgten Umbauarbeiten.

Die Grußworte von Kommandant Kalmbach und die symbolische Schlüsselübergabe mit einem gebackenen Schlüssel beendeten den offiziellen Festakt. Der Fassanstich durch Bürgermeister Ott leitete den gemütlichen Teil des Festes ein.

Fassanstich durch Bürgermeister Christopher Ott

Die zahlreichen Gäste nutzten den Tag der offenen Tür und informierten sich über die Neuerungen im umgebauten Feuerwehrhaus. Für die kleinen Gäste wurde auf dem neu geschaffenen Alarmparkplatz eine Spielstraße mit Hüpfburg und Kinderschminken angeboten. Die Feuerwehr Nürtingen kümmerte sich an diesem Festtag um das leibliche Wohl der Gäste. Der Schulförderverein der Grundschule Großbettlingen bewirtete am Nachmittag im renovierten Schulungs- und Versammlungsraum die
Gäste mit Kaffee und Kuchen.

Die Feuerwehr Großbettlingen dankt den drei Kirchengemeinden, den Rednern, den Nürtinger Kameraden, dem Schulförderverein, den Helfern im Hintergrund und allen Gästen für das Gelingen der Einweihungsfeier.

Text und Bilder: S. Kotz